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Avatar - Aufbruch nach Pandora

 
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Neue Filme / Neu im Kino
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Starlord
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11.03.2010, 22:58
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BeitragTitel: Avatar - Aufbruch nach Pandora Antworten mit Zitat

AVATAR - Aufbruch nach Pandora



USA/UK, 2009
Regie: James Cameron
Buch: James Cameron

Science-Fiction/Fantasy

Mit Sam Worthington, Sigourney Weaver, Stephen Lang, Zoe Saldana, Joel Moore, Giovanni Ribisi, Michelle Rodriguez, Wes Studi, u.v.a.


Man schreibt das Jahr 2154. Die Menschheit nimmt rege an interstellaren Raumfahrten teil und hat dabei bereits fremde Planeten entdeckt sowie auch Kontakt zu außerirdischen Spezies aufgenommen. Das Augenmerk richtet sich dabei auf den Planeten Pandora, welcher einem Paradies gleichkommt, jedoch den Menschen dort ohne Atemgeräte- und Masken nach wenigen Minuten den sicheren Tod bringen würde. Nicht so für die Ur-Einwohner des Planeten, dem Volk der Na'vi. Mit einem Indianervolk der Erde des 18. und 19. Jahrhunderts vergleichbar leben sie jedoch technologisch noch unterentwickelt, sind dem Menschen aber von der Körpergröße her um fast das 2 1/2-fache überlegen. Da eine erfolgreiche Besiedlung des Planeten für Menschen aufgrund der Bedingungen nicht möglich ist, will ein machtgieriger Konzern stattdessen die reichhaltigen Resourcen und Rohstoffe des Planeten ausbeuten.

Da es hierbei nachvollziehbarer Weise zu Konflikten zwischen den Ur-Einwohnern kommt, hat man aus DNS-Strängen ein Mischwesen, bestehend aus halb Mensch, halb Na'vi, gezüchtet, die sogenannten "Avatare", welche sich durch reine Gedankenkontrolle eines "gekoppelten" Menschen vollständig "steuern" lassen. Zu dieser Aufgabe wurde unter anderem auch der verkrüppelte Ex-Soldat "Jake Sully" (Sam Worthington) ausgewählt, der als Ersatz für seinen verstorbenen Bruder den Einsatz über einen "Avatar" übernehmen soll. Seine Mission ist denkbar einfach, aber auch gleichzeitig schwer: Er soll die Na'vi infiltrieren und ihre Schwächen auskundschaften damit sein kommandierender Offizier, der hartgesottene und brutale Kriegsveteran "Colonel Miles Quaritch" (Stephen Lang) "leichtes Spiel" mit den Na'vi hätte, sollte es einen Konflikt geben. Ohne zu zögern nimmt "Sully" den Auftrag an. Doch als er schließlich als "Avatar" den Planeten erkundet und dabei auch die Na'vi wesentlich näher kennenlernt, beginnt er an sich, seiner Mission und seinen Vorgesetzten zu zweifeln, die ihrerseits ihre Pläne notfalls mit Gewalt durchsetzen wollen...



Man ist von James Cameron schon seit jeher in Sachen Effekten, Action, Imposanz, Spannung und Begeisterung ja einiges gewohnt. Mit "Avatar - Aufbruch nach Pandora" hat er seine bisherigen Werke nocheinmal übertrumpft und einen neuen "Mega-Blockbuster" ins Rennen geschickt. "Avatar" ist ein imposantes Event, dass den Zuschauer begeistert. Für alles wurde gesorgt. Atemberaubende Bildervielfalt mit Orten, die wie das pure Paradies aussehen, Action, Spannung, Dramatik, Herzmomente und spektakuläre Highlights. Die Tatsache, dass der Film zu großen Teilen "nur" Computeranimiert (CGI) ist, lässt den Zuschauer so gut wie kaum bemerken. Schon das ist eine große Meisterleistung der Filmmacher und der Animationsgrafikkünstler. Doch wie man weiß, hat sich Cameron dies schließlich auch eine Menge kosten lassen.

Für "Kenner" dürfte der Film allerdings, mit Ausnahme auf das "Imposante" aber keine großen "Überraschungen" oder wirklich was "Neues" bieten. Die hier vielfältig zum Einsatz kommenden lilablauen Neon-Farbtöne, die Umgebungen (Pandora) und Figuren sind eigentlich schon seit Jahren aus einigen Computerspielen dieser Art bekannt. Auch aus Büchern, Fantasymalereien, etc. erkennt man vieles im Film wieder. Besonders auffällig sind hier die deutlichen "Direct 3D" (bzw. früher "3DfX")-"Grafiken", die es im Film gleich an mass gibt. Auch hier dürfte so mancher viele Wiedererkennungsmomente erleben. Einziger Unterschied ist eben, dass man all diese Dinge nun in einem sehr aufwendig gemachten Spielfilm erleben kann, statt bei einem Computerspiel auf dem heimischen PC und PC-Monitor oder starren Fantasybildern, bzw. Büchern. Die Fantasy- und Fabelwelt von Pandora wirkt auf "Computerspielhasen alter Tage" aber als alles schonmal irgendwo gesehen und gekannt. Pikanterweise muss man aber dazufügen, dass der Film nach dem Willen von James Cameron bereits 1999 erschienen wäre, seinerzeit aber mangels ausreichender Finanzierung nicht umgesetzt wurde. Nun, knapp 11 Jahre später ist das "Neuartige" (was es damals ja noch wäre) halt nicht mehr soooo offenkundig, auch wenn es ein Filmepos wie Avatar natürlich vorher noch nicht gab.

Und hier ist eben das Besondere: Einen Film wie Avatar kann man eigentlich nur richtig wirklich in einem Kino mit sehr großer Leinwand und entsprechender Hightech-Einrichtung genießen, denn nur so kommt das Imposante und das Besondere was den Film zwischen einem Computerspiel unterscheidet zum tragen. Des weiteren gibt es besonders unter Jugendlichen eine sehr große Begeisterung bereits für solche Computerspiele, die sowohl von der Storyline, den zahlreichen Fantasywesen und dem gesamten Flair, inklusive der 3D-Grafiken und Effekte dem Film nahe kommen. Dies nun auf gewaltige Weise auf einer Kinoleinwand zu sehen, ruft so bei ihnen natürlich unhaltbare Faszination und Begeisterung hervor. Der Erfolg von "Avatar" ist somit fast schon selbsterklärend. Mystische Fabel/Fantasywesen, die auf Drachen fliegen, in einer malerischen Traumwelt leben und gegen böse Eindringlinge kämpfen müssen, kommen heutzutage sehr gut an.

Auch wer sich mit Camerons anderen, großen Filmen auskennt, wird hier bei Avatar doch recht schnell die ein oder andere Paralele zu eben jenen Filmen erkennen. Besonders und vorallem aber zu "Aliens 2". Einzelne Charaktere und Teile der Story von "Avatar", lassen sich leicht in Aliens 2 wiederfinden, wenn auch natürlich leicht abgeändert und auf andere Art und Weise. Der "Ideen-Ursprung" lässt sich dennoch schnell ausmachen. Und einmal mehr merkt man Camerons sehr großes Faible für "Maschinen". Das war schon bei "Terminator" klar zu erkennen oder bei "Aliens", z.B. große Kampf-"Mecher" oder futuristische Flugmaschinen. Auch das gibt es bei Avatar gleich zuhauf.

Die Storyline selbst lässt sehr stark an vergangene Epochen irdischer Geschichte erinnern, bei denen "weiße Einsiedler" in Konflikte mit den Ur-Einwohnern, vornehmlich Indianern gerieten. So z.B. die amerikanischen Einwanderer in den USA, die gegen die Indianer-Stämme zu Felde zogen. Oder die Spanischen Konquestadoren, die die Inkas, Mayas usw. in Südamerika bekämpften. Auch die Sprache der Ur-Einwohner von Pandora, die zwar eigens für den Film "ausgedacht" wurde, lässt doch stark an indianische Dialekte und Wortlaute erinnern. Auch deshalb lassen sich hier durchaus zahlreiche Passagen zu "Der mit dem Wolf tanzt" verbinden. Ähnlich wie Kevin Coster in dem Indianerepos, geht es hier quasi um die selbe Geschichte.

Schade ist auch, dass Schauspieler Michael Biehn, stets "treuer Begleiter" von Camerons Filmen hier dieses mal nicht mitspielte. Eigentlich war er jedoch schon vorgemerkt und sollte die Rolle des "harten" Colonel Miles Quaritch übernehmen. Da aber bereits Sigourney Weaver mitspielt, die ja auch schon bei "Aliens" im Einsatz war, meinte Cameron dass es wohl nicht gut wäre, wenn auch Biehn wieder dabei wäre, da es sonst schon ZU viele Paralelen zu Aliens gäbe. Schade. Nun für Fans von Michael Biehn wäre das aber wohl ohnehin nicht so toll, ihren Liebling wieder in der Rolle des "Bösewichts" zu sehen.


Nun denn, man kann natürlich solche "Nebendinge" einfach außer Acht lassen und den Film so genießen wie er ist. Für "Newbies" dieser Fantasywelten, 3D-Grafiken und Effekte, aber auch verdeckten Messages, eben Konflikten zwischen angeblich "zivilisierten" Völkern und Ur-Einwohnern, dürfte der Film sicherlich ein absolutes Muss sein, fesselnd, unterhaltend und abwechslungsreich. Aber natürlich ist der Film auch für Genre-Kenner richtig "klasse". Und unbestritten, allein schon durch den teuren Aufwand, Effekte, Bildimposanz und herzzerreisende und packende Stories zählt der Film nun fortan zu einen der momentan Besten Alltime. DER Beste ist der Film aber deshalb nicht. Andere Kinobuster wie etwa "Star Wars", "Transformers" oder "Herr der Ringe" können da vom Aufwand und der Imposanz locker mitziehen. Avatar gehört halt mit zu dieser Riege. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. "Gesehen haben" sollte man ihn aber auf alle Fälle. Am bestem im Kino vor großer Leinwand und 3D-Brille.


"Jake Sully" (Sam Worthington, links) lernt im Körper eines "Avatars" die Gebräuche, Sitten und Kultur des Volkes der "Na'vi" kennen. Besonders "Neytiri" (Zoe Saldana, rechts) hat es ihm dabei angetan:


Als Mensch sitzt "Jake" im Rollstuhl mit verkrüppelten Beinen. Dank Wissenschaftlern schlüpft er in die Rolle eines "Avatars":


Geld- und Habgier gehen vor: Der rücksichtslose Großkonzern-Magnat "Parker Selfridge" (Giovanni Ribisi, links) für den nur die Rohstoffe des paradiesischen Planeten Pandora wichtig sind. Die Wissenschaftlerin "Dr. Grace Augustine" (Sigourney Weaver, rechts) versucht ihn davon abzubringen. Ohne Erfolg:


Knallharter Kriegsveteran und kampfeslüsternd: "Colonel Miles Quaritch" (Stephen Lang) als moderner "General Custer":


Als "Avatar" ist Jake 2 1/2-fach größer als ein normaler Mensch und besitzt übermenschliche Kräfte. Dennoch ist er auch weiterhin der im Rollstuhl sitzende Mensch, der den Avatar nur durch Gedankenkraft kontrolliert:


Der Planet "Pandora" ist ein wahrliches Paradies. Für habgierige Konzerne aber nur ein gewinnbringender Rohstofflieferant:

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