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| Boney M. allgemein |
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Nachricht |
LadyJane
Gast
Verfasst am:
30.09.2005, 17:20
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Titel: Boney M.
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Biographie
Ihre Longplayer heißen "Nightflight To Venus" oder "Oceans Of Fantasy", und es gibt kaum eine Plattensammlung in der sie fehlen. Üppig mit Perlen besetzte Kopfbedeckungen und in grellen Farben leuchtende Kostüme verraten Boney M. schnell als Kinder des 70er Jahre Disco-Fiebers. "Daddy Cool" oder "Brown Girl In The Ring" bringen einerseits den seit Elvis in Vergessenheit geratenen Kampfruf "Swing Your Hips" wieder in Mode, und erweisen sich andererseits als wahre Verkaufsschlager in den Plattengeschäften. In Europa werden Boney M. zu einem der kommerziell erfolgreichsten Acts der Musikgeschichte. Einzig das Land der handgemachten Rockmusik, aber ansonsten unbegrenzten Möglichkeiten, die U.S.A., kann mit den synthetischen Dance-Sounds des glamourösen Quartetts nicht viel anfangen. Dort bleiben sie eine Randnotiz des Discofiebers.
Zu Unrecht, wie sich aber erst bei näherem Hinsehen zeigt, denn Boney M. verabschieden sich vom herkömmlichen Bandkonzept und gehen neue Wege. Mit Disco wird der Produzent zum wichtigsten Musiker; sie sind die heimlichen Helden der Szene. Die Stars im Rampenlicht lächeln, singen, tanzen und sehen vor allem gut aus. Sie visualisieren die Musik, da Pop nun einmal von der großen Show, der Pathos geschwängerten Geste lebt. Nichts wäre wohl langweiliger als ein Produzent, seine Synthesizer und sein Mischpult. Einen derart radikalen Stilbruch macht erst Techno salonfähig. Die Produzenten der 70er Jahre brauchen ihre Stars noch. Giorgio Moroder schickt mit Donna Summer die Disco-Queen schlechthin ins Rennen. Frank Farian bietet mit Liz Mitchell, Marcia Barrett, Maizie Williams und Bobby Farrell 1976 gleich eine ganze Band auf und nennt sie Boney M.
Zu diesem Zeitpunkt hat der am 18. Juli 1941 bei Saarbrücken unter dem bürgerlichen Namen Franz Reuther geborene Farian bereits eine beachtliche Karriere als Musiker hinter sich. Zunächst schlägt sich Reuther als Koch durch, spart jede Mark und kauft sich davon Equipement, das reicht, um eine ganze Band auszustatten. Franz Reuther heißt jetzt Frankie Farian und spielt mit seiner Band Die Schatten zunächst Rock'n'Roll-Stücke nach, später dann auch Soul-Songs von Otis Redding. Bis in die frühen 70er versucht sich Farian mit den unterschiedlichsten Produktionen, erhält auch einen Plattenvertrag, aber der große Wurf ist nicht dabei.
Ende 1974 fröhnt Farian wieder Mal seiner Liebe für schwarze Musik und nimmt unter dem Pseudonym Boney M. den Song "Baby Do You Wanna Bump" auf, der im folgenden Jahr überraschenderweise in Belgien und den Niederlanden in die Charts einsteigt. Auf einmal liegen Anfragen für Fernseh- und Liveauftritte auf dem Tisch; eine peinliche Situation für Farian, der nicht selbst auftreten möchte. Seine Musik braucht telegene Gesichter. So rekrutiert er kurzerhand diue vier oben erwähnten Musicalsänger westindischer Abstammung. Das Soloprojekt Boney M. ist jetzt ein Quintett, hat ein attraktives Gesicht und Farian ist seine Sorgen für die nächsten Jahre erst einmal los. Das kann er damals freilich noch nicht wissen.
Dann geht allles ganz schnell. Mit der zweiten Boney M. Single "Daddy Cool" gelingt Farian endlich der große Wurf. Der Song gehtt überall in Europa in die Charts und Boney M. steigen zum neuen Stern am Discohimmel auf. Die Bobby Hebb Coverversion "Sunny" tut es "Daddy Cool" gleich, so dass Boney Ms Debütalbum "Take The Heat Of Me" gar keine andere Chance hat, als zum absoluten Topseller zu avancieren. Der Erfolg hat für Farian allerdings auch eine negative Seite: der Workaholilc erleidet mit 36 Jahren einen Herzinfarkt, was ihn jedoch nicht daran hindert in den folgenden Jahren einen Chartbreaker nach dem anderen zu produzieren. Die Hitmaschine Boney M. läuft auch weiterhin auf Hochtouren.
Die Single "Rivers Of Babylon" mit "Brown Girl In The Ring" auf der B-Seite bricht in Europa 1978 alle Rekorde und gilt als eine der meistverkauften Singles der Popgeschichte. Das dazugehörige Album "Nightflight To Venus" erweißt sich ebenfalls als kommerzieller Höhenflug und dürfte sich in ähnlichen Dimensionen bewegen wie die Single. Ein Erfolg der nicht zuletzt auch dem unvergleichlichen Gesang von Liz Mitchell zuzuschreiben ist, die sich immer besser in der Rolle der Leadsängerin gefällt, während die anderen Gruppenmitglieder es kaum schaffen sich zu profilieren. Mit "Rasputin" und "Painter Man" legen Boney M. im selben Jahr nach, geben dem Disco-Hype neue Nahrung.
Die Verschleißerscheinungen, denen sich Disco spätestens ab 1979 immer stärker ausgesetzt sieht, können Boney M. mit ihrem Album "Oceans Of Fantasy" zwar noch mühsam übertünchen. Die große Zeit der Disco-Grooves ist aber unwiderbringlich vorüber, was auch Farian mit seinem feinen Gespür für Trends nicht verborgen bleibt. Zwar veröffentlichen Boney M. weiterhin Alben, nebenbei lebt Farian seine Kreativität jedoch in verschiedenen anderen Projekten aus.
1986 lösen sich Boney M. schließlich auf, um 1990 noch einmal kurzzeitig reanimiert zu werden. An den Glanz vergangener Tage können sie nicht mehr anknüpfen, auch wenn Remix-Versionen ihrer Hits in die Charts einsteigen. Farian hat zu dieser Zeit mit Milli Vanilli eine neue, perfektionierte Retortenband am Start.
Das erfolgreichste Projekt des Produzenten Frank Farian bleibt Boney M., die sich unter anderem dank "Rivers Of Babylon" einen Platz ganz weit oben im Popolymp gesichert haben. Die Legende lebt und ernährt auch heute noch alle, die Anteil am Erfolg dieser einmaligen Disco-Pop-Gruppe haben. Dass Farian einer der ersten Produzenten-Musiker, und seiner Zeit damit um einige Jahre voraus war, fällt bei all den Gold- und Platinauszeichnungen schon gar nicht mehr ins Gewicht.
Heute gibt es - nach diversen Rechtsstreitigkeiten - mehrere Gruppen, die unter dem Namen "Boney M." auf Tournee sind. Offiziell hat allerdings nur "Boney M. feat. Liz Mitchell" das Recht dazu.
Die bekanntesten Songs:
- Baby Do You Wanna Bump?
- Belfast
- Brown Girl in the Ring
- Daddy Cool
- El Lute
- Hooray! Hooray!
- Ma Baker
- Mary's Boy Child
- Nightflight to Venus
- Painter Man
- Rasputin
- Rivers of Babylon
- Sunny
Discographie
- The Greatest Hits 2002
- Greatest Hits Remix Vol. 1 1998
- Greatest Hits Remix Vol. 2 1998
- Hit Collection 1996
- Sunny 1995
- Daddy Cool 1994
- Gold: 20 Super Hits 1993
- More Gold: 20 Super Hits Vol. 2 1993
- The Most Beautiful Christmas Songs In The World 1992
- The Collection 1990
- The 20 Greatest Christmas Songs 1986
- The Best Of 10 Years 1986
- Eye Dance 1985
- 10 000 Light Years 1984
- Fantastic Boney M. 1984
- Kalimba De Luna 1984
- Christmas Album 1981
- Boonoonoonoos 1981
- The Magic Of Boney M.: 20 Golden Hits 1980
- Oceans Of Fantasy 1979
- Nightflight To Venus 1978
- Love For Sale 1977
- Take The Heat Off Me 1976
Quelle: laut.de und wikipedia.de
Zuletzt bearbeitet von LadyJane am 04.03.2006, 10:43, insgesamt einmal bearbeitet |
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Doelph
Gast
Verfasst am:
30.09.2005, 17:21
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Titel:
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Hallo Jane!
Wenn Du so weitermachst, wird es schwer werden andere Worte für Lob und Anerkennung zu finden.
Und nichts fällt mir schwerer, als immer wieder gleiche Wörter oder Sätze zu verwenden.
Am besten wär's natürlich, mal was Schlechteres zu machen, dann könnte ich damit anfangen Kritiken zu schreiben...
Nein, lass es bleiben, sowas zu versuchen - war natürlich ein Spässchen.
Boney M ist für mich eine "Gute-Laune-Gruppe", welche trotz meiner Rock-Vorlieben für mich nichts an Reiz verloren hat. Vor einem Jahr hab ich mir von denen bei Amazon eine Musik-DVD gekauft, dass hat sich voll gelohnt.
Man kann die Gruppe betrachten wie man will, eines ist sicher.
Das Songmaterial dieser Gruppe ist wie eine Perlenkette, Hit reiht sich an Hit. Da können sich die heutigen Songschreiber (am Computer?) eine dicke Scheibe davon abschneiden. |
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LadyJane
Gast
Verfasst am:
30.09.2005, 17:21
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Titel:
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Für mich ist Boney M. auch eine Band, deren Musik auf keiner Party fehlen darf und bei der man einfach nicht still sitzen kann. Die Musik besitzt eine riesige Portion Happiness. Gute Laune ist also Garantie wenn man ihre Musik hört. Wenn man dabei auch noch ihre Kostüme bewundern darf, ist eigentlich alles perfekt.
Zuletzt bearbeitet von LadyJane am 04.03.2006, 10:43, insgesamt einmal bearbeitet |
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Tim_Phoney
MODERATOR


Verfasst am:
30.09.2005, 17:21 Beiträge: 1805
Wohnort: Berlin
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Titel:
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Man darf nicht vergessen, dass Boney M. 1976 zu den absoluten Exoten zählten. Wenn man sich die damaligen Charts betrachtet und solche Namen, wie Udo Jürgens, Pussycat, Bellamy Brothers, Marianne Rosenberg liest, kann man sich vorstellen, dass Boney M. optisch und musikalisch einschlugen wie eine Bombe. Die Discowelle war auch noch ziemlich jung, wen man mal von Silver Convention, Penny McLane oder Hot Chocolate absieht, gab es da noch nicht allzu viel. Die Musik von Boney M. erweist sich heute als zeitlos, einige Hits wurden zu Evergreens. Dabei kann mich noch genau erinnern, wie das damals war, wenn man sich als Junge als Boney M. Fan outete. Das war wie Spiessrutenlaufen.
Letztens kaufte ich eine CD Boney M. Remix 2005 und war überrascht, dass das kein Farian-Produkt war, sondern eine dieser Boney M. Bands, die sich aus der Originalformation abgespalten hat. Auf der CD sang nicht Farian, sondern Bobby Farrell höchstselbst. Der wirbelnde Tänzer, der nie singen durfte und es nun doch tut. Mehr schlecht als recht, muss ich allerdings sagen. |
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funkel_50
WELTERSCHAFFER


Verfasst am:
30.09.2005, 17:22 Beiträge: 1762
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Titel:
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| Boney.M.-ist Kult und so eine (geile)wunderbare Stimme Wie die von LIZ findest du selten ich habe sie -LIVE-gehört also Echt -LIVE diese Stimme,Super ohne jede Frage.auch heute noch steckt dermaßen Kraft dahinter das ich nur jedem Empfelen kann Boney.M. wenn sie irgentwo Auftreten hinzugehen und anzuhören |
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Tim_Phoney
MODERATOR


Verfasst am:
30.09.2005, 17:22 Beiträge: 1805
Wohnort: Berlin
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Titel:
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Vielleicht kennt es der eine oder andere von euch noch nicht. Deshalb stelle ich mal dieses Interview hier rein.
"Boney M. basierte auf einer Lüge"
Interview mit Liz Mitchell
Die Gruppe "Boney M." eroberte in den 70er und 80er Jahren weltweit die Charts und Tanzflächen. Bis heute gehören Songs wie "Daddy Cool" oder "Brown Girl in the Ring" zu den Dauerbrennern im Radio. Jedoch hielten sich Gerüchte über die Gesangsqualitäten der Musiker ebenso hartnäckig wie ihre Popularität. Im Interview rechnet Frontfrau Liz Mitchell mit ihren ehemaligen Bandmitgliedern ab.
ZDFonline: Heute Abend präsentieren Sie den Weihnachtshit "Mary's Boychild". Was verbinden Sie mit diesem Song?
Liz Mitchell: Ich erinnere mich noch genau, als wir den Song damals aufgenommen haben. Wir waren sehr spät dran. Denn normalerweise muss ein Weihnachtslied spätestens zwischen September und Oktober eingespielt werden, damit die Produktion und Vermarktung noch organisiert werden kann. Wir haben aber erst Ende November entdeckt, dass wir dieses Lied aufnehmen wollten. Es war eine dieser extrem schnellen Produktionen und genauso schnell hat sich der Song dann auch verkauft. Nachdem wir ihn zum aller ersten Mal auf dem Roten Platz in Moskau aufgeführt haben, schoss er weltweit sofort auf Nummer 1 der Charts. Ich verbinde mit diesem Weihnachtslied einzigartige Erinnerungen.
Friede, Liebe und Harmonie als Botschaft
ZDFonline: Wie erklären Sie sich aus heutiger Sicht den phänomenalen Erfolg von "Boney M."?
Liz Mitchell: Meine Erklärung für dauerhaften Erfolg ist tiefgründig, das ist vielleicht nicht Jedermanns Sache. Aber ich denke, wir sind spirituelle Wesen und unsere Fähigkeiten resultieren aus dem Licht, das wir in uns tragen. Wie gut man etwas gemacht hat, zeigt sich im Ergebnis. Daran kann man feststellen, ob man sich gut gefühlt hat und ehrlich war. Die Musik von "Boney M." zwischen 1976 und 1982 zeigt eine große Hingabe zur Seele. Denn die Energie und die Kraft, die aus der Musik kommt, ist sehr klar. Sie ist ein warmes Licht, das ich heute noch spüre, wenn ich die Lieder singe. Wir waren die Nachkommen der Flower-Power-Bewegung und unsere Botschaft von Frieden, Liebe und Harmonie haben wir mit in eine neue Ära genommen. Diskomusik steht für Freude und Spaß.
ZDFonline: Wie war das für Sie, als dann in den 90er Jahren der Erfolg der Diskomusik plötzlich weg brach?
Liz Mitchell: In den 90er Jahren hatte HipHop- und Rapmusik den großen Durchbruch. Melodien, welche die Seele bewegen, waren nun nicht mehr angesagt. Die Leute waren wütend. Die softe Bezeichnung wäre, sie protestierten, aber sie attackierten. Die jüngere Generation der schwarzen Gemeinschaft war plötzlich in einer Welt der Ungerechtigkeit aufgewacht, sie wollte sich nicht länger zurücklehnen und den Mund halten. Der einzige Weg, der ihnen offen stand, war die Musik. Das fand damals großen Anklang und findet ihn heute noch. Selbst wenn Diskomusik ein Revival erlebt, so nur bei jenen, die durstig sind nach der Melodie der Seele, die Freude und Spaß wollen. Denn Rapmusik beschäftigt sich mit dem Leiden und den Dingen, die in dieser Welt falsch laufen.
ZDFonline: Was war das für ein Gefühl für Sie persönlich?
Liz Mitchell: Ich habe den Bruch gar nicht richtig bemerkt, denn wir waren auch in den 90ern in den Charts vertreten. Lediglich in den frühen 80er Jahren haben wir mit dem Aufkommen der Punkmusik einen leichten Wandel bemerkt. Die Leute wollten plötzlich nicht mehr hübsch und nett aussehen, das war ein großer Kontrast zur Diskomusik. Aber dieser Trend hielt sich nicht lange, höchstens vier Jahre. Dann war sofort Disko- und Tanzmusik wieder angesagt.
ZDFonline: Sie sind mit den Jahren ein sehr gläubiger Mensch geworden. Gibt es Lieder von "Boney M", die Sie heute nicht mehr singen wollen?
Liz Mitchell: Eigentlich nicht. Denn keiner unserer Songs war in irgendeiner Hinsicht respektlos oder beleidigend gegenüber Gott. Das einzige Lied, bei dem ich mich weigerte es zu singen, war 1986 "Bang Bang Lulu", eine Produktion von Frank Farian. Das war eines dieser kommerziellen karibischen Liedern, vergleichbar mit "Brown Girl in the Ring". Doch der Text war erniedrigend für Frauen, sodass ich ihn nicht singen wollte. Ich bin dankbar, dass ich ansonsten die Lieder von "Boney M." heute noch ohne Gewissensbisse singen kann. Es sind alles fröhliche Lieder, sie sind frei von Sünde.
ZDFonline: Heute sind Sie mit einer anderen Crew auf der Bühne. Warum hat es mit der ursprünglichen Besetzung nicht mehr funktioniert?
Liz Mitchell: Das ist das Einzige, was ich gerne ändern würde, hätte ich die Möglichkeit dazu. Aber ich bereue nichts, denn die meisten Erfahrungen waren gut - auch die schlechten. So war es für mich eine Erfahrung mit einer Gruppe zusammenzuarbeiten, die nicht singen konnte. Heute wäre ich schlauer, aber damals wusste ich es einfach nicht besser. Ich geriet in eine vertragliche Verbindung, in der die Leute nicht in der Lage waren, ihre Versprechen zu halten. Denn die anderen Bandmitglieder kamen als Sänger, konnten aber gar nicht singen. Das war sehr schwierig, denn sie waren bereits vor unserem ersten Hit unter Vertrag genommen und der Öffentlichkeit vorgeführt worden. Ich konnte mir damals nicht vorstellen, dass sie wirklich nicht singen konnten. Aber es stellte sich heraus, dass sie komplett stumm waren. Unsere Musik war ein Geschenk Gottes und erreichte weltweit die Herzen der Fans. Doch das Zentrum von "Boney M." basierte auf einer Lüge, das ist eine Schande. Ich wünschte, ich könnte diese Lüge ungeschehen machen. Es macht mir keinen Spaß darüber zu sprechen, viel lieber würde ich bei "Boney M." an meine Arbeit als etwas Tiefes, Gründliches denken. Denn für mich war es das. Ich habe alles gegeben, ich hatte eine gute Gabe, aber leider stand direkt neben mir eine schlechte. Könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich ganz offen sagen: Lasst die Welt wissen, dass Ihr keine Sänger seid, sondern schlichtweg Tänzer.
ZDFonline: Trotz alledem wollten Sie "Boney M." nicht aufgeben ...
Liz Mitchell: Wenn du ein Baby hast, gibt du es nicht auf. Selbst wenn du dich während deiner Ehe mit anderen Männern eingelassen hättest, wäre es immer noch dein Baby. Das ist meine Musik. Ich habe gesungen, nicht Bobby und nicht Mazie. Marcia hat auch gesungen und ihr sind ihre Lieder genauso wichtig wie mir meine, sie sind meine Seele.
ZDFonline: Als Liz Mitchell haben Sie gerade "Let it be" von den Beatles aufgenommen. Wieso haben Sie gerade dieses Lied ausgewählt?
Liz Mitchell: Ich habe es geträumt und bin mit der Melodie im Kopf aufgewacht. Ich dachte, dies war eine Botschaft, ein Vorschlag von den Engeln oder jenen, die einem im täglichen Leben zur Seite stehen. Also bin ich ins Studio gegangen und habe das Lied gesungen, ganz ohne musikalische Begleitung, die kommt erst später hinzu. Diese Version ist sehr gut geworden.
ZDFonline: Was bedeutet Ihnen Weihnachten?
Liz Mitchell: Weihnachten ist sehr wichtig, denn wir feiern die Geburt von Jesus Christus. Viele Leute vergessen das. Aber es ist immer in meinen Gedanken. Denn der einzige Grund dieses Fest zu feiern, ist, weil Jesus für uns gekommen und gestorben ist. Er ist unsere Hoffnung. Wenn wir also am Ende des Jahres an ihn denken, können wir das Jahr hoffentlich auch mit Hoffnung auf eine bessere Zukunft beginnen.
Interview: Kathrin Hedtke |
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Starlord
WOHNT HIER!


Alter: 37 Verfasst am:
30.09.2005, 17:22 Beiträge: 7440
Wohnort: Kiel
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Titel:
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| Äusserst interessant Tim! |
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Tim_Phoney
MODERATOR


Verfasst am:
30.09.2005, 17:23 Beiträge: 1805
Wohnort: Berlin
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Titel:
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Ich fand es vorallem interessant, dass Liz sich mal zu den zwei "Nicht-Sängern" der Original-Besetzung von Boney M. geäußert hat. Maizie und Bobby haben noch heute jeweils ihre eigene Formation und versuchen mit den Namen Boney M. ihr Geld zu machen. Das kann man den beiden vielleicht nicht verübeln, aber für den Fan der ins Konzert kommt und das Original von Boney M. erwartet ist es sicher eine Enttäuschung, wenn er eine Kopie dessen erhält, was einmal Boney M. gewesen war.
Die Einzige, die neben Liz eigene Solo-Platten veröffentlicht ist Marcia Barrett: http://www.marciabarrettofboneym.com/
Die Sängerin, die damals den Hit "Belfast" sang war lange Zeit schwer erkrankt:
Früher ist sie ein Energiebündel gewesen, heute kämpft Marcia Barrett ums Überleben.
Die Sängerin der Kult-Gruppe „Boney M“ war mit Songs wie „Daddy Cool“ oder „Ma Baker“ berühmt geworden. Doch im Juni 2003 habe für die heute 58-Jährige ein Albtraum begonnen, berichtete „Bild“-Online am Montag. „Ich wachte auf, konnte plötzlich meine Beine nicht mehr spüren. Sie lagen einfach leblos da!", zitierte das Blatt Barrett.
Rücken-Tumor
Britische Ärzte hätten einen Tumor im Rücken festgestellt, der auf ihre Wirbelsäule gedrückt habe. Deswegen sei die US-Sängerin gelähmt gewesen. Über ein Jahr lang habe sie im Rollstuhl gesessen, insgesamt drei Chemotherapien über sich ergehen lassen. Schon 1994 hätten die Ärzte bei Barrett einen Tumor im Unterleib diagnostiziert, 1998 sei Brustkrebs dazugekommen.
Seit Jahren kahlköpfig
„Durch die vielen Bestrahlungen wachsen mir seit Jahren keine Haare mehr. Für eine Frau ist das grausam", klagte Barrett gegenüber der Zeitung. Außerdem seien die Therapien äußerst kostspielig – pro Behandlung müsse sie 800 000 Euro selbst zahlen, weil sie keine Krankenversicherung habe.
Im Stich gelassen
Die meisten ihrer Freunde hätten sie im Stich gelassen. „Meine Ex-Band-Kollegen riefen nicht einmal an! Der einzige, der noch zu mir hält, ist mein Ehemann Marcus", so Barrett. Wenn er nicht da sei, müsse sie immer weinen. Kraft zum Überleben schöpfe sie außerdem aus der Musik. Sie singe jeden Tag.
Quelle: Focus
Hinzugefügt sei noch, dass es ihr offensichtlich wieder besser gehen muss, da sie gerade eine neue Platte herausgebracht hat und auch wieder mit ihren Liedern auftritt. |
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LadyJane
Gast
Verfasst am:
30.09.2005, 17:23
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Titel:
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Trotzdem ist das sehr traurig was du da berichtet hast und ich hoff echt, das es ihr wieder besser geht.
Zuletzt bearbeitet von LadyJane am 04.03.2006, 10:43, insgesamt einmal bearbeitet |
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Starlord
WOHNT HIER!


Alter: 37 Verfasst am:
30.09.2005, 17:24 Beiträge: 7440
Wohnort: Kiel
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Titel:
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Ich hab hier ja noch gar nicht erwähnt, dass ich Boney M. auch
schon immer sehr sehr mochte.  |
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Tim_Phoney
MODERATOR


Verfasst am:
20.12.2005, 13:34 Beiträge: 1805
Wohnort: Berlin
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Titel: Boney M. Musical
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Am 6. Mai 2006 feiert das Bonny M-Musical "Daddy Cool" Premiere im Londoner Shaftesbury Theatre. Frank Farian, der Originalproduzent und -komponist der 70er-Popgruppe ist Mitproduzent der Londoner Compilation-Show.
Soviel ich gehört habe geht es da um einen jungen Musiker und zwei rivalisierende Banden und um eine Liebesgeschichte ala Romeo und Julia. In dem Musical werden nicht nur Boney M. Songs zu hören sein, sondern auch Hits von Milli Vanilli und No Mercy. |
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buene
WUNDER-USER


Alter: 45 Verfasst am:
20.12.2005, 13:35 Beiträge: 2753
Wohnort: Wien
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Titel: Boney M.
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Stell ich mir musikmäßig recht interessant vor. Man mag von Frank Farian halten, was man will, aber er hat mit seiner Musik immer genau den Zeitgeist getroffen!
Se bastasse una bella canzone a far piovere amore, si potrebbe cantarla un milione, un milione di volte... |
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Kira
MODERATOR


Alter: 37 Verfasst am:
20.12.2005, 13:57 Beiträge: 2268
Wohnort: Talheim
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Titel: Boney M.
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Ja das stimmt Buene. Das Musical kann intressant werden.
My Name is Blond, Kira Blond  |
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Tim_Phoney
MODERATOR


Verfasst am:
14.03.2006, 11:26 Beiträge: 1805
Wohnort: Berlin
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Titel: Boney M.
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Hallo,
Sicher kennen einige von euch die CD Opus 10, auf der einige seltene und zum Teil auch unveröffentlichte Lieder von Abba zu finden sind. Ich habe mir mal den Spaß erlaubt und so etwas Ähnliches für Boney M. zusammengestellt. Das ganze habe ich „Forgotten Songs“ gennannt, was ja soviel wie vergessene Lieder bedeutet. Die Zusammenstellung enthält fast ausschließlich Songs, die nach dem letzten regulären Studioalbum „Eye Dance“ von 1985 entstanden sind, und zum Teil auf Singles veröffentlicht wurden oder auf Soloprojekten von Liz Mitchell zu finden sind. Auch ein paar sehr seltene Songs wie das „Help!Help!“ oder die Demoversion von „Marys Boys Child“ sind mit drauf.
Boney M. - Forgotten Songs CD1
1. Rumours ( instrumental) 1990
2. Marinero (Lambada Remix) ( Liz Mitchell)
3. Papa Chico 1994
4. Stories 1990
5. Lady Godiva 1994
6. I´m Alive ( Boney M. featuring Reggie Tsiboe)
7. Josephine Baker 1989
8. Mocking Bird ( Liz Mitchell )
9. Time To Remember 1994
10. Da La De La 1994
11. Reggae People 1988 (Liz Mitchell)
12. Mandela 1988 (Liz Mitchell) andere Version von El Lute
13. Share The World 1999 ( Liz Mitchell )
14. Bridge Over Troubled Water 1988 ( Liz Mitchell ) Cover von Simon & Garfunkel
Rare Tracks:
1. Marys Boys Child ( Demo-Version)
2. Perfect 1977 ( Liz Mitchell)
3. Help! Help! 1977 (andere Version von New York City)
4. Babysitter 1983
Boney M. - Forgotten Songs CD2
Maxi Versionen:
1. Rivers Of Babylon (US Promo Version 7:35 )
2. My Friend Jack (8:30)
3. Felicidad (11:57)
4. Exodus (0:00)
5. I See A Boat On The River (6:15)
6. Rasputin (7:50)
7. My Cherie Amour (9:00)
8. Kalimba de Luna (7:10)
9. Mother Child Reunion (7:50)
10. Gadda Da Vida (8:57)
Boney M. - Forgotten Songs CD3
Rare Remixe:
1. DJ Avalon Dream Mix (18:17)
2. Boney M. On 45 (8:45)
3. Rivers Of Babylon (BoneyM. Featuring Regi) (3:50)
4. Going Back West (Remix 1999) (3:43)
5. Daddy Cool ( Anniversary Remix) (6:35) |
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buene
WUNDER-USER


Alter: 45 Verfasst am:
14.03.2006, 14:01 Beiträge: 2753
Wohnort: Wien
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Titel: Boney M.
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Da gibt's einige Titel darunter, die ich nicht mal kenne. Oder kann es sein, dass man sie zwar schon gehört hat, aber eben nicht so oft, dass man sich die Titel gemerkt hätte???
Ist ja oft so, dass die unbekannten Titel von vielen Bands sehr sehr gut (wenn nicht besser als die Hits) waren!
Se bastasse una bella canzone a far piovere amore, si potrebbe cantarla un milione, un milione di volte... |
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